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Cross-Saison beendet
Ein Bericht der Cross-Saison fehlte uns noch. Michael Lutschewitz bestätigte sein Ergebnis aus dem letzten Jahr, mit einem 10. Platz bei den UCI-Cross-Weltmeisterschaften der Masters im belgischen Mol in der AK 35-40. In der Altersklasse 41-45 konnte Jens Schwedler seinen Titel verteidigen. Glückwünsche nach Hamburg. Aber jetzt der Bericht von "Lutsche".
Michael bei der Masters-WM. Foto Jean Bollaerts
Michael bei der Masters-WM. Foto Jean Bollaerts

Nach dem Sturz mit Totalschaden bei der Landesmeisterschaft, wollte ich bei der Deutschen Meisterschaft gut fahren, was mir trotz einem Start aus der ersten Reihe nicht gelingen sollte. Somit war nun die Weltmeisterschaft der Motivator der letzten Wochen und ich freute mich schon auf den leckeren Kurs. Ich fuhr dieses Jahr mit Torben, Dirk und Telse vom Team Schmodder Querfeldein dort hin.

Wie immer bei wichtigen Rennen, sollte man einen Tag vorher schon mal die Strecke abgefahren haben. Also fuhren wir am Freitag zeitig los. Vor Hollands Türen drehte das Thermometer schon in den Plus-Bereich und es machte sich ein Hauch von Frühling breit. Nach dem Einchecken ging es dann auf die Piste. Der Kurs ist einfach genial und das Wetter war gut. Ich fuhr eine Stunde mit Zwischenbelastungen. Wie gesagt, einfach genial. Ich hätte noch 10 Runden fahren können, soviel Spaß macht der Kurs. Soll aber nicht bedeuten, dass er nicht weh tut.

Am Samstag war es trocken und es herrschten angenehme Temperaturen, so dass ich mich mit kurzer Hose an den Start stellte. Dieses Jahr hatte ich absolut kein Losglück, so dass ich aus der letzten Reihe starten durfte. Das bedeutet bei ca. 60 Startern =  Reihe 7. Auf der Startgeraden tat sich keine Lücke auf, so dass ich auf Platz 50 das erste Mal durch den Sand laufend tigerte. Danach war auch purer Kampf angesagt, weil die Fahrer urplötzlich im Sand stecken blieben und vom Rad mussten. Dann konnte mich an das Hinterrad von Massimo Folcarelli klemmen, so dass wir richtig Meter gut machen konnten. Wir schluckten dann immer mal einen Fahrer. Bei solch einer Aktion verlor ich sein Hinterrad und kam saumäßig durch den Sand und der Bengel war wech. 

Ich fuhr dann allein mein Tempo und es lief recht gut, bis auf einen Salto in einer Sandkiste. Es kam dann Micha de Vries von hinten angeballert. Nach dem Schnitzer musste ich noch mal konzentriert mit hohem Tempo fahren. Ich konnte ihn so um die 20 Sekunden auf Abstand halten und nach vorn tauchte schon das Trenga-Trikot auf. In der letzten Runde fuhr ich dann den Straßenteil stehend, also mit allem was da war. Man sollte nun aber berücksichtigen, dass eine monsterlange Sandpassage noch kommen sollte. Ich hatte Glück und kam mit einem laut pfeifenden Turbolader gut durch den Sand und konnte den Abstand zu Micha halten. Mit dem 10. Platz konnte ich somit meine 20. Top-Ten-Platzierung der Saison einfahren, was ich schon mal nicht übel fand. Nach dem Rennen folgte eine weitere Meisterleistung. Ich war der Einzige, der die große Portion belgische Pommes mit Mayo schaffte. In Deutschland werden die Schalen als Schuhkartons benutzt.

www.belgiancycling.be/Events/WKMastersMol/tabid/170/Default.aspx


Am nächsten Tag ging es dann nach Hoogerheide zum Weltcuprennen, wo wir dann unsere Jungs und somit auch Jan anfeuerten. Es ist schon der Wahnsinn und echt großes Kino was da abgeht.

Michael Lutschewitz

 



 Samstag, 06. Februar 2010    307  Mal gelesen


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