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Vor dem Aufbruch stand jedoch die Ernüchterung. Die Vereine, und damit auch der Verband, haben große Probleme, die Jugendlichen bei der Stange zu halten. Die Fluktuation ist sehr groß, aber verschiedentlich gibt es gute Ansätze. In Kattenberg gibt es trotz vieler Aktionen und eines guten Zusammenhalts einen quantitativen Rückschritt, die vorhandene Basis ist jedoch gut. Neumünster plant eine Schul-AG. Nortorf hat eine Schul-AG mit 8 Jugendlichen und auch eine anerkannte FSJ-Stelle, die jedoch nicht besetzt werden konnte. Lübeck hat wieder etwas Zulauf, aber nur noch 4 Jugendliche im Rennbetrieb. Kiel hat auch nur noch einen geringen Bestand, schöpft durch das Knax-Rennen aber immer wieder neue Fahrer. Husum hat eine gute und aktive Basis. "Insgesamt haben wir im ganzen Verband nur noch so viele Jugendliche, wie der allein der Kieler RV oder RST Lübeck vor 5 Jahren." Es gab aber auch sehr kritische Anmerkungen von Andreas Rips (Kattenberg), der eine bessere Spitzenförderung vom Verband forderte. "Behalte deine Fragen, sie werden bestimmt gleich beantwortet", hatte Gert einen guten Übergang zum wichtigsten TOP gefunden.
Dennis Sommerfeldt ist Einer, der in unserer Radsport-Jugend unter Leitung von Ludger Gbiorczyk und später unter Frank Kurbel, groß geworden ist. Der Radsport und vor allen Dingen das Team SH haben ihn geprägt. Das hat ihm so viel gegeben, dass er jetzt davon etwas zurück geben will. Mit 25 Jahren macht er gerade seinen Trainerschein und will die letzte Saison als Amateur fahren. Da Dennis auch sonst ein echt feiner Kerl ist, haben wir ihn zum Nachwuchstrainer ernannt. Frank und Dennis haben jetzt ein Konzept erarbeitet, um den Radsportnachwuchs besser zu fördern und auch zu fordern. Unter Einbeziehung des zweiten U15-Jahrgangs konzentrieren die beiden sich jetzt auf die U17 und die U19, damit die Fahrer sicher in den U23- und Männer-Bereich überführt werden können. Das Ganze geht im März los mit einem Kader-Sichtungs-Lehrgang, dann Ende März mit einem Straßen-Sichtungsrennen in Ascheffel und einem Rundstrecken-Sichtungsrennen in Kellinghusen. Für den Kader gibt es vier regionale und drei überregionale Einsätze. Dazwischen platzieren die Fahrer und ihre Betreuer ihre selbst geplanten Einsätze im Vereinstrikot. Selbstverständlich gehört zum Kadereinsatz auch eine Maßnahme ohne Rad, zur Team-Bildung. Und im Hintergrund arbeiten Gert und Bernd, um die Beiden nicht nur finanziell zu unterstützen. Für ihren Vortrag ernteten Frank und Dennis viel Applaus. "Das ist doch genau das, was ich mir gewünscht habe", freut sich Andreas Rips auf die Zukunft. Bei aller Spitzenförderung darf man natürlich die Breitenförderung nicht vergessen. Die gemeinsamen Trainingswochenenden, gerade im Frühjahr, werden natürlich wieder statfinden und auch andere gemeinsame Aktion sind geplant. Das ist auch der einhellige Tenor der Runde. Die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen ist ganz toll und das wollen auch Alle so beibehalten. Oder wie sagte es Andreas Rips so treffend: "An Vereine denke ich gar nicht, als Verbands-Gemeinschaft sind wir wichtig!" Recht hat er und spricht seinem Präsidenten aus dem Herzen.
Eine Formalie musste natürlich auch erledigt werden. Die Wahl zum Jugendleiter stand an. Das ist Gert und das soll auch Gert bleiben. Und da er seine Bereitschaft erklärte, wurde er auch einstimmig für zwei weitere Jahre gewählt. Die Bestätigung durch die Hauptversammlung des Radsportverbandes am 13.02. an gleicher Stelle ist nur eine weitere Formalie. Spät um 22:40 Uhr war die Jugendhauptversammlung beendet, aber es war ein interessanter, informativer und nicht langweiliger Abend. Man spürte die Aufbruchstimmung in der Radsport-Jugend.
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