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Barry Hayes in Roubaix
Im tiefen französischen Matsch von Roubaix feierte Barry Hayes „PRISMA-Ferring / Brothers Bikes Team“ seine Premiere im deutschen Nationaltrikot. Mit einer guten Leistung in einem harten Weltcup-Rennen verabschiedet er sich aus der Querfeldeinsaison.
Barry, ein Holsteiner im Nationaltrikot
Barry, ein Holsteiner im Nationaltrikot

Tagelange Regenfälle und der mittlerweile abgetaute Schnee hatten den Boden um das berühmte Velodrome von Roubaix im Norden Frankreichs tief aufgeweicht. Da nützte es auch nicht mehr, dass am Morgen die Sonne von einem strahlend blauen Himmel auf das traditionelle Ziel des
Straßen-Klassikers Paris-Roubaix schien. Im Gegenteil, der antrocknende Matsch wurde somit auch noch klebrig, setzte Felgen, Bremsen und Schaltungen zu, und ließ auch die Zuschauer kämpfen, die Mühe hatten, ihre Schuhe nicht im Schlamm zu verlieren. Und auch wenn sogenannte moderne Cross-Strecken flach und schnell sind, was hier nicht zutraf, war von der gewaltigen Zuschauerkulisse von 10.000 Menschen immer wieder anerkennend zu hören: „Das ist wahrer Cross-Sport!“

Viele Passagen rund um das Velodrome waren nur laufend zu bewältigend, das Rad geschultert oder schiebend, bergab, bergauf, im flachen. Und nicht selten waren die laufenden Radfahrer schneller als die Fahrenden, die Mühe hatten, im Schlamm eine griffige Spur zu finden. Für Barry verlief das Rennen eher nüchtern. Nach einem Start aus der letzten Reihen des 75-Köpfigen Fahrerfeldes, konnte sich Barry einen 44. Platz erkämpfen und das nach einer Behinderung durch einen Massensturzes im Startgetümmel. „Ich bin noch nie so viel in einem Rennen gelaufen wie hier. Es ist auch selten, dass man bergab und auf geraden Stücken laufend schneller war,“ lautet sein Kommentar nach dem Rennen. Kurz und knapp kann er sagen: „Das war das härteste Rennen was ich je „gelaufen“ bin.“

Zur selben Zeit gewann Barry trotz Abwesenheit die Gesamtwertung des Stevens-Cross-Cup. Beim Finalrennen in Buchholz ging es nur noch um den zweiten Gesamtrang, denn er hatte einen sicheren 30-Punkte-Vorsprung. Somit konnte er einen Hattrick beim Stevens-Cup feiern. Barry gewann die letzten drei Jahre die Gesamtwertung des jeweils 10 Rennen umfassenden Cups. Nun heißt es erst Mal ein paar Wochen relaxen und lockere Einheiten trainieren, bevor es darum geht, das nächste Ziel zu erreichen. Hayes möchte sich in der U23 MTB Bundesliga um mindestens 10 Plätze verbessern und das heißt unter die besten Fünf fahren. „Schön wäre es, wenn ich es auch im MTB zur Nationalmannschaft schaffe“, lautet sein Kommentar zu den Plänen für 2010.

Mark Liedtke



 Mittwoch, 20. Januar 2010    285  Mal gelesen


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